Oberbürgermeister-Wahl in Wiesbaden: Mende und Seidensticker gehen in die Stichwahl

Am 27.05.2019 veröffentlicht

Parallel zur Europawahl hatten die Bewohner der hessischen Landeshauptstadt am Sonntag ebenfalls die Möglichkeit, einen neuen Oberbürgermeister zu wählen. Christiane Hinninger (Grüne) und Eberhard Seidensticker (CDU) lieferten sich bis zum Schluss ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Der SPD-Kandidat Gert-Uwe Mende (SPD) konnte schließlich mit 27,1 Prozent die meisten Stimmen für sich gewinnen, der CDU-Kandidat belegte mit 24,5 Prozent Platz zwei. Per Stichwahl wird nun am 16. Juni Wiesbadens künftiger Oberbürgermeister gefunden.

Einen knappen dritten Platz belegte die einzige weibliche Kandidatin Christiane Hinninger (Grüne) mit 23,4 Prozent. Sebastian Rutten (FDP) erhielt 10,5 Prozent und Eckhard Müller (AfD) erhielt 6,2 Prozent. Auf den beiden letzten Plätzen landeten Ingo von Seemen (Die Linke) mit 4,8 Prozent und Christian Bachmann (Freie Wähler) mit 3,5 Prozent.

In Wiesbaden sind rund 200.000 Männer und Frauen wahlberechtigt, der Oberbürgermeister wird für sechs Jahre gewählt. Der bisherige Amtsinhaber Sven Gerich hatte seine Kandidatur vor rund vier Monaten zurückgezogen. Als Grund nannte der 44-Jährige eine "Schmutzkampagne" in der Kommunalpolitik. Die Vorwürfe beschäftigen die Staatsanwaltschaft: Sie ermittelt wegen einer umstrittenen Urlaubsreise nach Spanien gegen Gerich.

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