Container statt Krippe: Aktion "12 Quadratmeter Zuhause" vor Wiesbadener Ringkirche

Am 05.12.2018 veröffentlicht

Es ist eine Provokation, die da vor der Wiesbadener Ringkirche steht: Mit einem Container statt einer weihnachtlichen Krippe will das Diakonische Werk auf die Situation von Wohnungslosen aufmerksam machen. Wie organisiert man sein Leben auf kleinstem Raum? Unsere Reporterin Julia Möller hat sich im Container umgeschaut und mit dem Initiator der Aktion gesprochen.

Wenn es draußen zu kalt zum Schlafen ist, ziehen sich viele Wiesbadener Obachlose in Container zurück, die in und um Wiesbaden aufgestellt werden, beispielsweise am Schloss Freudenberg in Wiesbaden-Dotzheim. Viele Wiesbadener wissen davon allerdings nichts, weswegen das Diakonische Werk nun zu einer drastischen Maßnahme greift, um die Situation der Wohnungslosen ins Bewusstsein der Bürger zu bringen: Statt einer besinnlichen Krippe mit Josef, Maria und dem Jesuskind steht genau so ein 12 Quadratmeter großer Container mitten vor der Ringkirche in der Wiesbadener Innenstadt. "Wir wollen zeigen, dass die Menschen, die im Winter auf der Straße leben, mitten unter uns sind. Normalerweise sieht man sie nicht, und mit dieser Aktion werden sie sichtbar", erklärt uns Agim Kaptelli, Leiter des Diakonischen Werks Wiesbaden.

Die Fotoausstellung "Mein Zuhause" kann noch bis zum 19. Dezember in der Ringkirche besucht werden. Der Container selbst bleibt bis zum Ende der Wintersaison vor der Kirche stehen. 

Wer das Containerdorf des Diakonischen Werks Wiesbaden finanziell unterstützen möchte, kann das mit einer Spende auf folgendes Konto tun:

Spendenkonto:
Nassauische Sparkasse Wiesbaden
IBAN: DE78 5105 0015 0100 0216 76
BIC: NASSDE55XXX
Verwendungszweck "Containerdorf"

Es werden auch Sachspenden wie Handtücher oder Hygieneartikel angenommen. Dafür vorher telefonisch bei Armin Jung (Projektmitarbeiter Containerdorf) nachfragen: Telefon 0160-2232192.

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