Geldverschwendung in Hessen: Schwarzbuch prangert unsinnige Steuerausgaben an

Am 06.11.2018 veröffentlicht

Der Bund der Steuerzahler hat am Dienstagmorgen die neuste Ausgabe seines jährlich erscheinenden „Schwarzbuchs“ veröffentlicht. In diesem prangert der Bund aus seiner Sicht verschwenderische Investitionen an. Hessen macht in diesem Buch durch ein Taubenhaus ohne Tauben, ein Museum ohne Besucher und einer Flüchtlingsunterkunft ohne Flüchtlinge von sich reden.

Was kritisiert der Steuerbund in Hessen?

  • Jede Menge Geld frisst beispielsweise der Neubau des Deutschen Tapetenmuseums in Kassel. Ursprünglich sollte das Projekt 11,5 Millionen Euro kosten, bis zur Fertigstellung werden nun aber doch insgesamt 24,4 Millionen Euro in den Neubau fließen. Eine Prognose zu Besucherzahlen und Eintrittserlösen fehle allerdings.
  • In Kassel gibt es seit 2017 eine Flüchtlingsunterkunft für 250 Flüchtlinge, die nie dort ankamen. Die Stadt habe sich also ordentlich verrechnet. In der Summe schlägt diese Investition bis Ende der Vertragslaufzeit 2024 mit insgesamt acht Millionen Euro kosten zu Buche.
  • Des Weiteren zahlte das Land 19 Millionen Euro für die Sanierung eines leerstehenden Baus in Wiesbaden, 600.000 Euro Zuschuss jährlich für das Museum Schloss Fechenbach in Dieburg und 70.000 Euro für ein Taubenhaus in Fulda, das nicht von Tauben bezogen werden möchte.

5 verrückte Bauten im Video, bei denen Steuergeld verschwendet wurde:

  • Die "Grünen Zimmer" in Frankfurt sollen für frische Luft sorgen. Sie sorgen aber auch für hohe Kosten.
  • Die "Info-Stelen" in Limburg kosten viel Geld - und bringen wenig.
  • Eine "Aussichts"-Plattform bei Lorsch hat ihren Namen nicht verdient.
  • Das Taubenhaus in Fulda kommt beim Steuerzahler - und den Tauben - nicht gut an.
  • Ein Toiletten-Häuschen in Marburg sorgt für Ebbe in der Stadtkasse.
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