Mordfall Susanna: Staatsanwaltschaft fordert lebenslange Haft für Ali B.

Am 02.07.2019 veröffentlicht

Der Iraker Ali Bashar soll die 14-jährige Susanna aus Mainz im Mai 2018 zuerst vergewaltigt und anschließend getötet haben. Den Mord gestand er bereits, die Vergewaltigung leugnet er weiter. Am 10. Juni will das Gericht sein Urteil bekanntgeben. Am Dienstag, den 2. Juli, trugen Staatsanwaltschaft und Verteidiger ihre Plädoyers vor.

Die Staatsanwaltschaft fordert lebenslange Haft und die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld. Eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren wäre für den Angeklagten damit so gut wie ausgeschlossen. Er habe kaltblütig, zielgerichtet und heimtückisch gehandelt, begründet Staatsanwältin Sabine Kolb-Schlotter den Strafantrag in ihrem zweistündigen Plädoyer vor dem Wiesbadener Landgericht. 

Ali Bashars Verteidiger zweifelt die Vergewaltigung in seinem Plädoyer an, da belastbare medizinische Beweise fehlen. Einen Antrag für ein konkretes Strafmaß stellte die Verteidigung nicht, wies jedoch darauf hin, dass Ali B. Reue gezeigt und die Tat gestanden habe. 

Unsere Reporter Rafael Fleischmann und Michael van Alst waren am Dienstag vor Ort. Mehr dazu im Video.

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