Zweite Runde: Tarifverhandlung für Beschäftigte im öffentlichen Dienst geht weiter

Am 28.03.2019 veröffentlicht

Am Donnerstag begann die zweite Verhandlungsrunde für die 45.000 Beschäftigten im öffentlichen Dienst. Die Gewerkschaften fordern sechs Prozent mehr Lohn, doch selbst damit hängt Hessen im Vergelich zu anderen Bundesländern ziemlich hinterher. Unser Reporter Marius Wendzel hat bei einem Warnstreik in Wiesbaden zwei Frauen begleitet und mit ihnen über die anstehenden Verhandlungen gesprochen.

Bereits seit 25 Jahren arbeitet Gabriele Pflüger im öffentlichen Dienst, ihre Kollegin Jutta Kügler-Bartosch seit über 10 Jahren. Sie wollen sich gemeinsam für bessere Arbeitsbedingungen stark machen und fordern unter anderem eine Gehaltserhöhung. Vor allem an Innenminister Peter Beuth appelieren sie: "Wir müssen den öffentlichen Dienst attraktiver machen und dazu muss er beitragen", so Kügler-Bartosch. 

Bei den Verhandlungen am Donnerstag zeigten sich beide Seiten optimistisch, dass in den bis Freitagmittag angesetzten Gesprächen eine Einigung möglich sei. Anfang März hatten die Gewerkschaften Verdi und der Beamtenbund dbb mit den in der "Tarifgemeinschaft deutscher Länder" vertretenen Bundesländern bereits eine Tarifeinigung für die rund eine Million Angestellten der Bundesländer erzielt. Sie bekommen stufenweise acht Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von 33 Monaten. Wie es in Hessen letztendlich aussehen wird, bleibt weiterhin spannend. 

Empfohlene Kanäle