Zoff im Landtag: Innere Sicherheit sorgt für Streit

Am 12.09.2018 veröffentlicht

Die letzten Debatten vor den Landtagswahlen in Hessen sorgen bei allen Parteien für mächtig Gesprächsstoff im Landtag. Besonders die innere Sicherheit ist ein Streitthema.

Die schwarz-grüne Landesregierung will das Sicherheitsgefühl der Bürger in Hessen stärken und beispielsweise die Kameraüberwachung weiter ausbauen. Die Linke wirft der Landesregierung jedoch vor, dass all diese Versprechen reine Wahlkampftaktik sei. Zudem fordert die Opposition den Ursprung des Problems zu bekämpfen. Genauer ist damit die AFD und Bundesinnenminister Seehofer gemeint, denn die Bürger verunsichern, so Hermann Schaus von den Linken.

Laut der Kriminalstatistik ist die Anzahl der Straftaten 2017 im Vergleich zum Vorjahr um rund 9 Prozent zurück gegangen, etwa bei Einbrüchen oder Diebstählen. Hingegen dieser Entwicklung ist jedoch die Zahl der sogenannten Straftaten gegen das Leben gestiegen. Gleichzeitig machen diese nur 0,1 Prozent aller Taten aus. 

Die Hitzige Debatte um die innere Sicherheit ist nicht verwunderlich. Laut dem aktuellen Hessentrend ist Migration das drängenste Thema im Bundesland. Da Angst einer sehr subjektiven Wahrnehmung unterliegt, erklärt dieses Phänomen die Themensetzung bei den Bürgern und somit auch in den Debatten. Dieses wichtige Thema wird im Wahlkampf noch mehr an Bedeutung gewinnen. Dort gilt es auf die Ängste und Sorgen der Bürger zu hören, ohne der AFD auf den Leim zu gehen. 

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