Von Rückruf betroffen: Wilke-Wurst wurde auch an Ikea-Restaurants geliefert

Am 07.10.2019 veröffentlicht

Der Möbelgigant Ikea ist auch vom keimbelasteten Fleisch des nordhessischen Wurstproduzenten Wilke betroffen. Die Wurstwaren werden mit zwei Todesfällen in Südhessen und 37 weiteren Krankheitsfällen in Verbindung gebracht.

Über einen Großändler habe Ikea Deutschland Wurst von diesem Hersteller erhalten, so eine Sprecherin des Möbelkonzerns am Montag. Nach eigenen Angaben sei Ikea über die Schließung der Wilke Waldecker Fleisch- und Wurstwaren GmbH informiert worden. "Aus diesem Grund haben wir als Vorsichtsmaßnahme den Verkauf aller Produkte des Herstellers umgehend gestoppt", sagte die Sprecherin der Deutschen Presseagentur. Nicht betroffen sei das übrige Fleisch- und Wurstwaren-Sortiment aus dem Restaurant, dem Schwedenshop und dem Bistro. Mittlerweile habe der Möbelkonzern einen neuen Lieferanten für Aufschnitt.

Mehrfach wurden Listerien-Keime in Wilke-Produkten nachgewiesen. Für Menschen mit einem geschwächten Immunsystem können diese Keime lebensgefährlich sein. Der Landkreis Waldeck-Frankenberg hatte als Aufsichtsbehörde den Betrieb mit 200 Mitarbeitern am Dienstag vergangener Woche geschlossen. Derzeit ermittelt die Staaatsanwaltschaft wegen fahrlässiger Tötung.

Diese Produkte sind betroffen

Nach ersten Erkenntnissen sind alle Eigenmarken der Familie Wilke mit dem Identitätszeichen DE EV 203 EG, ebenso folgende Marken und Handelsnamen, sofern sie dasselbe Kennzeichen tragen, betroffen:

  • Haus am Eichfeld
  • Metro Chef
  • Service Bund „Servisa“
  • CASA
  • Pickosta
  • Sander Gourmet
  • Rohloff Manufaktur
  • Schnittpunkt
  • Korbach
  • ARO
  • Findt
  • Domino
  • Wilke

Betroffene sollen sich bei Foodwatch melden

Die Verbraucherorganisation Foodwatch will nun prüfen, ob im Fall Wilke Unternehmen und Behörden wirklich alles Erforderliche getan haben, um Erkrankungen zu vermeiden und die Menschen zu warnen. Betroffene – sowohl Erkrankte als Angehörige – können sich bei Foodwatch melden per E-Mail an mr@foodwatch.de oder über Telefon +49 (0)174 / 3 75 16 89

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