"Zeit für Trauer": Appell von Familie Lübcke

Im Fall des erschossenen Regierungspräsidenten Walter Lübcke hat sich die Familie des Politikers an die Medien gewandt. Darin bittet sie um Abstand - insbesondere bei der Trauerfeier kommende Woche.

"Neben der tiefen Trauer, die wir verspüren, ist es für uns unfassbar schwer zu verstehen, dass er gewaltsam ums Leben gekommen ist und damit plötzlich aus unserer Mitte gerissen wurde", heißt es in einer Stellungnahme, die Angehörige der HNA in Kassel zugesandt haben: "Wie Sie sich sicher vorstellen können, haben wir sehr schwere Tage hinter und noch vor uns."

Zeit für Trauer

Direkt an die Medienvertreter richtet die Familie die Bitte, während der Trauerfeier am Donnerstag in der Kasseler Martinskirche von Bildaufnahmen abzusehen: "Wir bitten die Medien, uns die Zeit der Trauer in Ruhe zu ermöglichen."

Der Stellungnahme ist zu entnehmen, dass die Hasskommentare die Familie beschäftigen. Daher heißt es weiter, Medien sollten weiter unterstützen "dass ein nicht respektvoller Umgang mit seinem Tod, insbesondere in den sozialen Netzwerken, nicht toleriert wird."

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